Sonntag, 24. Juni 2012

SPIRALFRIED



Die Saison beginnt, das Wetter stimmt, Jonathura drängt es auf die Straße geschwind! Um sein Handwerk dort zu präsentieren.
Doch vorerst will Jonathura dem Leser enthüllen, wie es überhaupt zu der Idee der Wanderschaft kam.

Viele unterschiedliche Inspirationen liegen dem zugrunde doch eine Wegweisende ist die der Walz. Hierzulande gibt es eine uralte Tradition, die aus den handwerklichen Zünften stammt. Gelernte Gesellen ziehen hierbei durch die Lande und bieten ihr Handwerksgeschick auf Baustellen, bei verschiedenen Meistern und Werkstätten an. So wandern sie über Jahre hinweg und erproben sich in ihrem Beruf.

Diese Tradition motivierte Jonathura zutiefst zu seinem Lebensstil. Weiterhin waren die Wandervögel ein wahrlich beflügelnder Gedanke, denn sie „musikalisierten“ die Wanderschaft, ein wichtiger Faktor für Jonathura. Nun hat Jonathura kein Handwerk gelernt, sondern er hat studiert. Passte denn da eine Wanderschaft? Warum nicht einen Beruf wählen der heutzutage einem Akademiker gebührt? Jonathura weiß für sich: in der heutigen Welt unter Garantie nicht!!! Warum wird der Leser im Laufe Jonathuras Abenteuer schon noch erfahren. Aber Jonathura hatte im Laufe seines Studiums die Kunst des Bewegungstheaters erlernt. So war die Rechnung nicht mehr kompliziert. Wanderschaft + Musik + Sport + Bewegungstheater + Straßenkunst + Gärtnern = Kreativwandern in Jonathuras Version! Einen Beitrag Leisten in dieser Welt, an der Erschaffung einer neuen Welt arbeiten, ohne Geld (möglichst), ohne Grenzen, ohne so vieles welches heute Standard ist, welches Jonathura jedoch als nicht mehr zeitgemäß sieht, selbständig und freischaffend!!!
Mit wegweisenden Menschen kam Jonathura direkt zu Beginn seiner Wanderschaft in Berührung! Solch ein massiver Einfluss kam da aus der geistigen Welt.

Die Naturstimmen wirkten auf allen Ebenen…

…mit…

…Talismanen…

…und Amuletten! Schätze und Weißheiten der Urvölker!

Dann rief die Familie…

…ab in den Süden nach Bordeaux zur Mutter!

Ungern nutz Jonathura öltriefende Infrastrukturen, doch im tiefen Übel waren kleine Lichtblicke zu sehen. Eine, man staune nicht schlecht „bewaldete“ Wildwechselbrücke zeigte deutlich, dass in der Auvergne Flora und Fauna noch echte Schutzengel besitzen!
In Mutters Garten angekommen, wurden sogleich angepackt…

…ein kleiner Zaun aus Eichenpflöcken und Bambus, um die hungrigen Hasen abzuhalten…

…wurde gefertigt! Piru 4, bekanntlich Jonathuras Sommerzelt war natürlich mit von der Partie!

Rasch ein leckerer Apfelkuchen zur Stärkung…

…und schon…

…wurden…

…erste Versuche…

…einfacher Weidenbauten…

…erprobt!

Weidenbauten sind ein faszinierendes Feld!

Jonathuras Schwester organisierte die Ruten, Mutter legte ordentlich die Muster,…

und schon wurde ein lebendiger Zaun geflochten.

Voilà!!! Lebendige Bauwerke! Und das ist ein verhältnismäßig einfaches Bauwerk! Wenn man sich im Netz ein bisschen Umschaut, bekommt man traumhafteste Bauwerke, die ihre Form weniger durch das „bauen“ als mehr durch das „Wachsen“ bekommen! Ja so soll sie werden, die Welt, die Jonathura mit voller Kraft mitgestalten möchte!

Die Würfel sind gefallen!



Knöchelchen! Ein altes Spiel, welches in Jonathuras Familie zuhause ist!
So doch nun ruft die Straßenkunst, die Saison ist schon in vollem Gange, die Sonne strahlt, genug gegärtnert, Schluss mit Hobby, schön auf den Beruf konzentrieren Jonathura! Ab nach Bordeaux in die Stadt…

…Wanderroute abgecheckt…

…Kompass gezückt, Marschkompasszahl rein gedroschen, Zehenschuhe an, losmarschiert und schon ist man da, mitten im urbanen Glück!!!

Doch bevor es losgehen kann mit der Darstellungskunst zeigt sich die Stadt Jonathuras mütterlicher Ahnen mit großen Überraschungen. Hatte Jonathura nicht die Frage nach Urbanvisionen gestellt? Hatte sein Herz nicht nach mehr Natur in der Stadt gelechzt? Prompt kam die Antwort vom Universum:

Ein nagelneuer Platz mitten in Bordeaux mit prächtigen Walnussbäumen, freien Wasserstellen und wildwiesen-mäßigen Hügelchen vor hochmoderner Kulisse! Da war sie die Antwort! Warum soll gesunde Natur und neuster technischer Stand sich ausschließen…sagten das Universum und die Naturstimmen! Doch das war noch längst nicht alles…
Die nächste Antwort kam hier…

Jonathura lässt die franco- und anglophonen Leser selbst entdecken…

…auf dem Dach des Hauses sind Bienen angesiedelt, die per Webcam aus dem Inneren des Hauses studiert werden können.

Vor dem Haus, unten am Ufer der Gironde rennen dicke Wasserratten rum, die von Passanten gefüttert werden…

…unweit davon Blumenmeere!!!

Mitten im Stadtzentrum! Sind hier nicht Urbanvisionen verwirklicht worden, die erste Einklänge mit der Natur darstellen… scheint hier nicht ein erster kraftvoller Hauch von dem zu wehen, was in Zukunft möglich werden kann, wenn die richtigen Symbiosen gefunden werden, wenn kreative Menschen mit dem richtigen ökologischen Bewusstsein die Dinge in die Hand nehmen? Jonathura fühlte sich beschwingt, motiviert und inspiriert! Auf diesen innovativen Wellen wünscht Jonathura ewig zu surfen und jedem Menschen wünscht Jonathura solcherlei ekstatische Gefühle, die Jonathura in diesen Momenten durch das so unendlich weise eingerichtete Universum zu spüren bekam!
Selbige Weißheit zögerte jedoch nicht Jonathura wieder auf den Boden der Tatsachen zu hohlen, so dass die Wellen der Begeisterung ihn direkt vor die Tore des Grand-Théâtre de Bordeaux spülten.


“Place de la Comédie! Hier ist Dein Arbeitsplatz!“, raunte es aus allen Ecken.
 „Los Jonathura, schminken…“

„Ok! Bin ja schon soweit!“

„Die Göttinnen und Götter der Darstellungskunst schauen akribisch auf Deine angefangene Laufbahn, oben von den Zinnen des Grand-Théatre herunter…   


…da wirst Du nicht nur mit Deinen  Masken noch üben müssen lieber Jonathura!!!“
Kratzt die ekstatische Welle über den Boden der Tatsachen, sind wir doch mitten im Leben angekommen, nicht wahr Jonathura?“
Wow! Die Naturstimmen hauen ’s Jonathura in allen Farben um die Ohren!!! Großartig!!!


Nach getaner Arbeit geht’s wieder zurück in Mutters Garten!


Warum nicht Barfuss wandern? Zehenschuhe waren bloß das Training, Barfusskreativwandern ist die Königsdisziplin offenbaren die Naturstimmen kurzerhand nach Feierabend! Das zwickt und zwackt nicht schlecht mit Straßenkunstmaterial-Rucksack…
In Mutters Garten muss für die Frühlingstauglichkeit ein ordentlicher Kompost her!

Nun liebe Mutter lass Dich herzlich drücken, die Ferne ruft,…
Geldlos Reisen ist gar nicht so kompliziert. Die Fahrkarten kann man selbst malen. Die guten alten Tremperplaketten! Mögliche Kompromisse in den Ölindustriewelten…

…lediglich die Fähre über die Gironde kostet ein paar Straßenkunstgroschen…

…der Hafen von Bergerac am Frühen Morgen,…

…in Périgueux gibt es frisches Brot vom Bäcker…

…nach 13 Tramp-Fahrern sind wird wieder im Aachener Lande! Auf 4 Linden sprießt alles, der Frühling ist im vollen Gange! Jonathuras Beet ist voller Erdbeerjungpflanzen! Herrlich!

4Linden bekommt 2 Bienenvölker! Fabelhaft für all die Obstbäume!

Hier gibt es ebenfalls Weidenbauten! Es wächst dort ein Weidenrundhaus, dem verpasst Jonathura auf 4Lindens Zeremonienmeister-Anweisung hin einen…

…runden Reisigflechtzaun.

Da lächelt ein tapferer Mensch!

Milo der schwarze Blitz und Kater Karlo schauen zu, wie Beerensträucher vor den 4Lindenkomposthaufen gepflanzt werden!

„Aber, aber fröne ja nicht zu viel Deinem Hobby, die Darstellungskunst ruft“, schallt es laut aus den Fluren der Naturstimmen. „Deine Dozenten des Bewegungstheater rufen Dich bis in Deine Träume Jonathura!!!“ 

„Neue Schminksachen gibt es für Dich!!!“

„Na! Das sieht doch schon besser aus!“

„Immer nur weiter so, kreativ Deine Masken entwerfen…“

…Uke Deine Liebe, will auch nicht länger warten!“

„Tja, so kann eine Maske aussehen, nach langer Arbeit! Probiere und lerne, Jonathura!!!“

„Stärke Dich mit ein bisschen Sauerampfer…

…und nächste Show!“

„Und nächste Maske!“


 „Nicht nur das Gesicht kann man bemalen, Jonathura!“

„Aha,…

…aha!“
„Jonathura, wenn Du denkst, Du könntest es bei Straßenkunst belassen, na da hast Du Dich aber geschnitten! Der Absolventenball ruft 2012 der Sporthochschule Köln ruft! Über tausend  Absolventen wird zum letzten Male in der Geschichte dieser Universität ein Diplom ausgehändigt. Zu diesem Anlass sollst Du vor der gesamten Akademikergesellschaft spielen. Lass Dir etwas einfallen! Welche Maske bietest Du für die Performance?“

„Gut, ist gebongt! Dann schminke sie gleich auch noch Deinen lieben Mitspielern und Mitspielerinnen!!!“

„Fein Jonathura, so ist’s recht! Weit ist der Weg auf die Bretter, die die Welt bedeuten.

Das haben wir Naturstimmen damals auch schon Schiller geflüstert…! Und sei Gewiss Jonathura, Deine Kommilitonen lassen sich garantiert nicht lumpen…!“

„Choreographisch halten sie das Geschehen der Zeit fest und begraben das „Diplom“ der Sporthochschule! An seiner Statt kommen „Bachelor“ und „Master“.

Bologna hat auch an dieser Uni eingeschlagen!“

In diesen Zeiten sind kosmische Geschehen oft Ursachen für starke Energieeinflüsse. Am 06.06.2012 fand der Venustransit statt! Da werden wohl Göttinnen geweckt und kommen auf unsere Mutter Erde herunter! 

Da zerfallen die Mächte…

…ein scheinbar winziger Fleck vor der Sonne, … aber große Auswirkungen auf der Erde! Da versagen Gesetzeshüter ihren Dienst gegenüber nicht mehr angemessenen Regimen und protestieren gemeinsam mit Occupy-Frankfurt-Aktivisten vor der europäischen Zentralbank…!!! Sagenhaft!



In anderen Teilen der Welt walten noch die Übel…




Doch warten wir ab, wenn all die Menschen nach und nach ihre eigne Würde, Kraft und Kreativität entdecken und ihre individuellen Potentiale entwickeln…


…wenn geweckt wird was in jedem von uns schlummert.

Dann z.B. entwickeln Studenten Longboards aus ökologischen Materialen; recyclebar…(http://jxn-longboards.de/) 

Dann werden Felder bestellt, die gleichzeitig Kornkammer, Honigkammer, Augenweide und Gründünger für den Mutterboden sind. Intelligente Lösungen sind im Anmarsch Leute! Lalilalalaläääre! Es fängt an, es brodelt, die Lawinen werden nicht mehr aufzuhalten sein…“

 „So Jonathura und was hast DU im Auftakte der ganzen Symphonien zu bieten…“
„Ach ja Dein Hobby mal wieder“! Der Garten. Deine Miete für Deinen Zeltplatz, Deine kreative Gabe für den Schneeberg, richtig? Na dann schauen wir mal…“

…einpflanzen…Stangenbohnen, Honigmelonen, Spinat, Buschbohnen…

Kartoffeln…

auf Mist,… zugemulcht mit Stroh!

Da ist er wieder der Garten und das besondere Beet, von dem Jonathura im letzten Post berichtete…doch oh Grauß; lässt man einen solchen Garten einen Monat wie den Monat Mai brach, so wächst der Wildwuchs munter bis zur Schulter! Tja, eine Woche durchjäten war angesagt! Doch dann war es soweit…
…das mysteriöse Beet nahm Form an.

Erkennt es der Leser?

Richtig! EINE KRÄUTERSPIRALE!!!

Drumherum mit etwas geometrischem Spaß, drei weitere Flachbeete.

Ins Hügelbeet kommen Kürbiss- und Zwiebelsamen, die Stangenbohnenkeimlinge bekommen ihr Gestänge.

In zwei der drei neuen Flachbeete kommen die jungen Buschbohnenpflänzchen und die Mitte wird mit roter Beete besäht und in das Dritte werden die kleinen Honigmelonenkeimlinge gesetzt! Ob die wohl kommen?
„Ein Stoßgebet zu den Göttinnen der Natur wäre da schon angemessen, nicht wahr Jonathura?“

Dann die Holzumrandungen…

Und die nächste Grabewucht. Ein weiteres Sepp Holzersches Hügelbeet ganz im Osten des Gartens um ein bisschen Symmetrie zu bekommen und um nicht nur den Permakulturstandards gerecht zu werden, sondern auch ein bisschen was fürs Auge zu haben.

Ausstechen…

…aussgraben…

…Holzkern rein! In diesem Falle Birke!

Grassode drüber…

Mutterboden drauf…


…Holzumrandung und eingesät mit Spinatsetzlingen, Möhren und Radieschensamen. Pflanzen, die sich laut Mischkultur gut ergänzen sollen…mmmhhh…abwarten…ob’s was wird…spannend!

Gleich daneben ein weiteres Flachbeet,…

…wie gehabt zwei Reihen reingepflügt, Mist rein, Kartoffeln rein…

…zugedeckt…

…mit Stroh gemulcht!

Bald wird auch dieses Kartoffelbeet wie jenes aussehen. Letzteres sollte jetzt gehäufelt werden.

Gleich dahinter ein weiteres Hügelbeet, kleiner Holzkern,….

…Riesengrassodenschicht, da davon noch reichlich vorhanden war…

…Holzumrandung, Gestänge und die restlichen Stangenbohnenkeimlinge eingepflanzt. In die Mitte Möhrensamen.

Damit war der östliche Teil auch soweit. Fehlen noch Blumen-

beete. Bepflazung: Calendula u.Co.

Anfertigung eines Bepflanzungsplan, der jedes Jahr ausradiert und neu eingetragen werden kann.

Voilà!
Ein bisschen Stroh, ein bisschen Buchenlaub…

Und da ist er!!!

„Klasse Jonathura! Für einen ersten selbst angelegten Garten…für einen kleinen Hobbygärtner ganz passabel! Na wie willst Du ihn denn nennen Jonathura?“
„Ich taufe diesen Garten mit dem Namen SPIRALFRIED der PERMAKULTURGARTEN!!!“
“Na willkommen SPIRALFRIED im Naturschutzgebiet Schneeberg!“


Munter wird das geschehen auch von oben betrachtet!

“So Jonathura vergiss nicht Deine Wanderschaft! So schön der Schneeberg auch ist und so lieb Du ihn ja gewonnen hast; es soll Spiralfried zwar fleißig Wurzeln schlagen aber nicht Du!!! Rasch Morningstar eingetütet…

…aber vorher muss Spiralfried  noch eingeweiht werden. Da sprechen die Naturstimmen wieder mit mächtigem Organ…

Jonathura konzipiert auf Anweisungen der Naturstimmen einen Infostein. Genauer gesagt ist es IGNAZ GRANATIX der Infostein…

...so ist es den Naturstimmen recht!



Metatron tönt gewaltig im Einklange gleichzeitig fern, gleichzeitig nah…! Vielen Dank Jonathura,…gute Wanderung!“

Wohnbollerwagen ist gezurrt! Auf geht’s! Tschöööhööh Schneeberg! Huhuuu, Wildnis!

Jonathura wünscht allen Lesern einen atemberaubend schönen Sommer 2012, viel Kraft, viel Kreativität, Einfallsreichtum, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit und bis zum nächsten Post!                        

Kommentare:

  1. Ich finds bewundernswert wie Du lebst und dabei so zufrieden wirkst, so vollkommen im Hier und Jetzt! Danke!

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  2. Lieber Jonathura, ich habe in dem Beitrag über Dich in 3sat das Leuchten in Deinen Augen gesehen. Ein wunderbarer Mensch bist Du. Du inspierst mich und bestimmt auch viele andere. Werde Deinen Blog verfolgen. Mit besten Grüßen Enrico (www.worthandel.de)

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  3. Hallo Jonathura,

    dein Mut und Lebensstil ist beneidenswert und regt sehr zum Nachdenken an!

    Liebe Grüße,
    Isabelle

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